Vorstand der Abteilung für Allgemein-Viszeral- und Thoraxchirurgie
der Universitätsklinik Salzburg
Paracelsus Medizinische Privatuniversität

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Müllner Hauptstr. 48, A-5020 Salzburg
k.emmanuel@salk.at
Tel. +43 57255 51001

Universitätsklinik für Chirurgie
Sekretariat: Frau M. Schühler
Müllner Hauptstr. 48, A-5020 Salzburg
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Der Magen

Jeder vierte Österreicher leidet an Magenproblemen. Häufigste Ursache für die Beschwerden ist eine Magenschleimhaut-entzündung (Gastritis), die zu einem Ulcus ventriculi führen kann - im Volksmund wird sie als Magengeschwür bezeichnet. Dabei handelt es sich um einen Defekt in der Magenschleimhaut, der zu Blutungen bis hin zu einem Durchbruch der Magenwand führen kann. Aus der chronischen Magenschleimhautentzündung sowie dem Magengeschwür kann sich ein bösartiger Tumor (Magenkrebs) entwickeln. Der sog. Riesenfaltenmagen ( Morbus Menetriere) kann ebenfalls zu einem Magenkarzinom führen.

Im Magen kommt es häufig zu so genannten Wucherungen (Polypen) und es bilden sich spezielle Magenwandtumore , die sowohl gut- als auch bösartig sein können.. Ein solcher erst seit wenigen Jahren bekannter Tumor ist der so genannte GIST-Tumor (gastrointestinaler Stroma Tumor). Leider wird dieser häufig erst sehr spät erkannt, meist bei Routine-untersuchungen ohne vorherige Symptome anzuzeigen.   

Symptome der Magen-Erkrankungen

Die genannten Erkrankungen äußern sich in der Regel durch ein Druckgefühl im Oberbauch, Übelkeit und Erbrechen.
Sie können zuweilen in ziehende oder stechende Schmerzen übergehen, die sich oftmals bei der Nahrungsaufnahme verschlechtern. Dies gilt vor allem für das Magengeschwür. Bei schwerwiegenden Magenproblemen, die zu Blutungen in der Magenwand führen, scheidet der Patient einen so genannten schwarzen Teerstuhl (Meläna) aus, der sich aus verdauten Blutbestandteilen bildet. Kommt es aufgrund eines  Magengeschwürs zu einem Magendurchbruch, treten heftige Oberbauch-beschwerden auf. In diesem Fall muss sofort eine Operation erfolgen.

Diagnose der Magen-Erkrankungen

Die sicherste und zuverlässigste Diagnose bei Magenerkrankungen ist die Magenspiegelung (=Gastroskopie). Dabei können Proben entnommen werden, ohne dass für den Patienten Schmerzen entstehen. Das Bakterium Helicobacter pylori , meist die Ursache für Magengeschwüre, kann bei der Magenspiegelung am zuverlässigsten ausgeschlossen werden. Zusätzlich führen wir im Endoskopie Zentrum  der Universitätsklinik für Chirurgie in Salzburg spezielle Röntgenuntersuchungen durch , z.B. das Schluckröntgen und die Computertomographie . Mit einer speziellen Ultraschalluntersuchung , der so genannten Endosonographie, untersuchen wir während der Magenspiegelung von innen die Magenwand. 

Therapie der Magen-Erkrankungen

Bei einer Gastritis oder einem Magengeschwür sollten zunächst die Giftstoffe (Noxen) wie Rauchen, Alkohol, Gepökeltes und Geräuchertes, Kaffee und das Essen von scharfen Speisen vermieden werden. Liegt eine Besiede-lung mit dem Bakterium Helicobacter pylori vor, muss eine Woche lang eine spezielle Antibiotikakur durchgeführt werden. Zusätzlich werden säureblockierende Medika-mente verabreicht, sog. Protonenpumpenhemmer. Heilt das Magengeschwür unter dieser Therapie nicht innerhalb von 3 Wochen ab, was durch eine Magenspiegelung bewiesen werden muss, besteht der Verdacht, dass sich hier bereits ein Magenkrebs (Karzinom) gebildet hat.

Die seltenen Magenpolypen werden in der Regel endoskopisch (gastroskopisch) entfernt. Der Magendurch-bruch (Perforation) muss meist sofort operiert werden.
Die GIST-Tumore werden bei uns in der Universitätsklinik für Chirurgie in Salzburg minimalinvasiv und magenerhaltend operiert und anschließend in Abhängig-keit von ihrer feingeweblichen Untersuchung mit einem speziellen Medikament therapiert. 

Minimed Salzburg : Was der Magen über die Gesundheit verrät

 

Vorsorge/Früherkennung der Magen-Erkrankungen:

Die wichtigste Vorsorge von Magenerkrankungen ist eine ausgewogene, vitamin- und balaststoffreiche, fettarme Ernährung und ausreichende Bewegung. Wie wir wissen, spielen Gepökeltes und Geräuchertes eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Magenkrebs und sie sollten diese Nahrungsmittel nur in geringen Mengen zu sich nehmen.

Magen schädigen, zählen Rauchen, Alkohol, Kaffee und scharfe Speisen, sowie verschiedene blutverdünnende und schmerz-stillende Medikamente (NSAR). Faktoren wie Stress und psychische Belastungen können ebenfalls zu Erkrankungen des Magens führen. Wer immer wieder-kehrende Magenschmerzen hat oder an Magenschmerzen leidet, die länger als eine Woche anhalten, der sollte sich dringend vZu den Giftstoffen (Noxen), die den om Spezialisten beraten lassen, um eine früh-zeitige Diagnose erstellen zu lassen.