Vorstand der Abteilung für Allgemein-Viszeral- und Thoraxchirurgie
der Universitätsklinik Salzburg
Paracelsus Medizinische Privatuniversität

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Universitätsklinik für Chirurgie
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Die Bauchspeicheldrüse

Die Bauchspeicheldrüse (= Pankreas) ist die Stoffwechsel- und Verdauungsdrüse des menschlichen Körpers. Sie arbeitet eng mit dem Magen und der Gallenblase zusammen, um die Verdauung zu bewältigen.

Wo ist die Bauchspeicheldrüse?

Sie liegt im Oberbauch hinter dem Magen und ist zwischen Zwölffinger-darm und der Milz eingebettet. Ihre Hormone und Botenstoffe gibt sie einerseits direkt in den Zwölffingerdarm und andererseits ins Blut ab, um ihrer wichtigsten Funktion, der Blutzuckerregulierung nachzu-kommen. Die Bauchspeicheldrüse ist ein sehr empfindliches Organ und reagiert auf Giftstoffe sehr stark. So sind zum Beispiel Alkohol und Rauchen ihre stärksten Gegner. Neben erblichen Faktoren können diese Giftstoffe zu einer akuten oder chronischen Bauchspeicheldrüsenentzündung führen.

Symptome der Bauchspeicheldrüsenentzündung

Die Symptome der Bauchspeicheldrüsenentzündung sind gürtelförmige Oberbauchschmerzen und Druckschmerzen unterhalb des Brustbeins, so dass diese oft mit Magenschmerzen verwechselt werden. Dazu können Übelkeit, Erbrechen, Fieber und schweres Krankheitsgefühl kommen. Ist die akute Entzündung der Bauchspeicheldrüse nicht zu bremsen, verdaut sich die Bauchspeicheldrüse selbst und das Risiko steigt an der Erkrankung zu sterben. Bei der chronischen Bauchspeicheldrüsenentzündung gehen die Zellen der Bauchspeicheldrüse langsam zugrunde, es kommt zu Ver-kalkungen, dann zur Funktionseinschränkung und schließlich zum Funktionsverlust der so wichtigen Blutzucker-regulation. Eine Zuckererkrankung, der so genannte Diabetes mellitus Typ II entsteht.

Diagnose der Bauchspeicheldrüsenentzündung

Die Diagnose der Bauchspeicheldrüsenentzündung wird meistens im akuten Stadium gestellt, wobei hier die Symptome zusammen mit den erhobenen Blutwerten und den Ergebnissen einer Computertomographie die Diagnose ergeben. Bei der chronischen Bauchspeicheldrüsenentzündung wird die Diagnose oftmals über das erstmalige Auftreten einer Blutzuckererkrankung, dem Diabetes gestellt. In der Computertomographie,die wir hier im Zentrum für Bauchspeicheldrüsen Erkrankungen der Universitätsklinik für Chirurgie in Salzburg dürchführen, sieht man hierbei oft eine geschrumpfte Bauchspeicheldrüse, die Kalkeinlagerungen aufweisen kann. 

Therapie der Bauchspeicheldrüsenentzündung

Die Behandlung der Bauchspeicheldrüsenentzündung besteht im Wesentlichen darin, die Giftstoffe zu vermeiden. Dazu kommt eine ausreichende Flüssig-keitszufuhr über die Vene, sowie eine umfangreiche Schmerztherapie. Im hochakuten Stadium muss zusätzlich eine Nahrungskarenz eingehalten werden. In diesem Stadium ist oftmals der Aufenthalt auf einer Intensivstation notwendig. Eine Operation der Bauchspeicheldrüsenentzündung kommt nur in den seltensten meist aussichtslosen Situationen vor, in denen sich das Organ selbst verdaut und es zu einer bakteriellen Infektion der abgestorbenen Areale kommt.

 

 

Vorsorge/Früherkennung der
Bauchspeicheldrüsenentzündung

Wichtig für eine gesunde Bauchspeicheldrüse ist eine gesunde fett- und zuckerarme Ernährung. Giftstoffe wie Rauchen und Alkohol schädigen die Bauchspeicheldrüse stark und sollten vermieden werden.Da der Bauch-speicheldrüsenkrebs oft keine Frühsymptome zeigt, sind regelmäßige Gesundenuntersuchungen inklusive Ultraschall der Bauchspeicheldrüse notwendig. Ich berate Sie gerne über die angemessenen Maßnahmen. Ganz besonders dann, wenn sich plötzlich eine Blutzuckerkrankheit einstellt, damit ein bösartiger Tumor der Bauchspeicheldrüse ausgeschlossen werden kann.