Vorstand der Abteilung für Allgemein-Viszeral- und Thoraxchirurgie
der Universitätsklinik Salzburg
Paracelsus Medizinische Privatuniversität

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Müllner Hauptstr. 48, A-5020 Salzburg
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Universitätsklinik für Chirurgie
Sekretariat: Frau M. Schühler
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Leistenbrüche, Hernien

Was ist ein Leistenbruch (Hernie)?

Jedes Jahr erkranken 40.000 Menschen in Österreich an einem Leistenbruch, in der Fachsprache auch die „Leistenhernie" genannt.

Die Symptome des Leistenbruchs – oder der Leistenhernie - sind in der Anfangsphase oft nur mit ziehenden Schmerzen oder einem Druckgefühl in der Leistenregion verbunden. Diese Beschwerden können im Ruhestand auftreten und verstärken sich bei Belastung. Bei Männern strahlt der Schmerz oftmals in den Hoden, bei Frauen in die Schamregion aus. Wird der Bruch größer, können Vorwölbungen in der Leistenregion sichtbar und spürbar werden. Diese lassen sich meist-vor allem im Liegen wieder zurückdrücken. Eltern entdecken bei ihren Kindern oftmals zufällig eine schmerzlose Schwellung im Bereich der Leiste. Der Leistenbruch kann ein-, aber auch beidseitig auftreten.

Gefahr im Verzug ist dann, wenn sich die Vorwölbung nicht mehr „wegdrücken" lässt: hierbei kann es – zwar eher selten - zu der sehr gefährlichen Komplikation kommen , dass Darm- oder Bauchfellanteile in der Bruchlücke eingeklemmt und von der Blutzufuhr abgeschnitten werden. Dies führt zu einem Absterben der betroffenen Organe und kann folglich zu einer Bauchfellentzündung kommen, die eine Notoperation zur Folge hat.

Diagnostik des Leistenbruchs

Die Untersuchungsmethoden zur sicheren Diagnose selbst eines sehr kleinen Leistenbruchs führen wir mit den modernsten Geräten der Sonographie durch. Unsere langjährige Erfahrung und Expertise - im  "Kompetenz-Zentrum für Hernienchirurgie" der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie, das zusätzlich ausgezeichnet ist durch ein Zertifkat der deutschen Herniengesellschaft für ihr Top Niveau - bringt dem Patienten absolute Sicherheit für die Planung der Therapie. 

 

 

Therapie des Leistenbruchs durch minimal invasive Techniken (Laparoskopie)

Wir wenden die besten Operationsverfahren für die Behandlung des Leistenbruchs an. Weltweite Studien zeigen, dass wir mit der TAPP-Technik und der TEP-Technik den Patienten am besten operieren und schonen können. Unter meiner Leitung wird bei beiden Methoden der Leistenbruchoperation ein extrem leichtgewichtiges Kunststoffnetz eingebracht . Diese Netze sind äußerst gut verträglich und können durch sehr schonende, minimalinvasive, videoassistierte Techniken - nicht wie sonst oft üblich gewebeschädigend angenäht - durch selbstfixierende Oberflächen oder spezielle Gewebekleber in ihrer Position befestigt werden. Das verhindert vor allem auch sonst oft auftretende Schmerzen nach einer Leistenbruchoperation. In der Regel kann der Patient nach der Operation am nächsten Tag unsere Klinik  verlassen.

 

Wie kann ein Leistenbruch frühzeitig erkannt werden?

Der Leistenbruch entsteht durch eine Bindegewebsschwäche in der Leistenregion. Ein hoher Bauchdruck, z.B. bei Sportlern, aber auch bei übergewichtigen Menschen führt zum Leistenbruch. Das Heben schwerer Lasten wird oft irrtümlich als Ursache vermutet. Das Auftreten ist in jedem Lebensalter möglich. Als Frühsymptom gilt ein ziehender Schmerz im Stehen oder bei Belastung in der Leiste.

Die Sportler-Hernie (Pubalgia)

Bei einer Sportlerhernie handelt es sich um einen Riss in der unteren Bauchmuskulatur. Die Ursache ist nicht etwa eine zu schwache Bauch-muskulatur sondern vielmehr bekommt die Muskelhülle (Faszie) durch die Überbeanspruchung Risse.

Betroffen sind vor allem Fußball- und Eishockeyspieler, aber auch Golfer und Läufer mit verspannten Hüftbeugern, die das Becken nach vorn kippen und die Muskeln der unteren Bauchdecke dadurch über -dehnen, bis schließlich kleine Risse entstehen.

Ein klassischer Leistenbruch (Hernie) tritt fast an der gleichen Stelle auf und macht ähnliche Symptome, ist aber durch eine klinische Untersuchung leicht zu erkennen und  damit eindeutig zu diagnostizieren.
Dazu werden Ultraschall oder Kernspintomographie vom Spezialisten herangezogen. Wenn eine konservative Behandlung durch Kühlung mit Eis und Physiotherapie keinen Erfolg haben, wird ein chirurgischer Eingriff erforderlich. Eine minimalinvasive Operation im Hernien Zentrum der Universitätsklinik für Chirurgie in Salzburg macht es möglich, dass  der Sportler nach kurzer Zeit in gewohnter Form trainieren kann.

 

Noch mehr erfahen : Leistenbruch- Operation beugt Komplikationen vor (OÖN )

Artikel Sportlerhernie