Vorstand der Abteilung für Allgemein-Viszeral- und Thoraxchirurgie
der Universitätsklinik Salzburg
Paracelsus Medizinische Privatuniversität

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Universitätsklinik für Chirurgie
Sekretariat: Frau M. Schühler
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Sodbrennen / Reflux

Was ist Sodbrennen?

Unter Sodbrennen versteht man eine Entzündung der Speiseröhre, die zu einem brennenden säuerlichen Gefühl im Rachen in Höhe des Brustbeins führt. Grund für das Sodbrennen ist ein defekter Verschlussmechanismus zwischen Speiseröhre und Magen. Durch den Rückfluss ( Reflux ) der stark sauren Magensäure in die Speiseröhre kommt es zu einer Reizung der Speiseröhrenschleimhaut, die den Schmerz verursacht. Der Reflux von Speisebrei geschieht häufig nachts, wenn der Patient schläft und wird daher in vielen Fällen zunächst nicht als Sodbrennen erkannt.

Sodbrennen ist eine der Zivilisationskrankheiten unserer Zeit. Die Zahl der Patienten, die unter Reflux leidet steigt ständig an. Begünstig wird die Neigung zu Sodbrennen durch eine falsche, zu fettreiche und zu wenig vitamin- und ballaststoffreiche Ernährung und daraus resultierendem Übergewicht.

Symptome des Sodbrennens

Neben dem sauren schmerzhaften Aufstoßen im Rachen gibt es noch weitere unspezifische Symptome für das Sodbrennen ( Reflux ). Heiserkeit, Entzündungen der Atemwege und des Nasenrachenraumes, Halsschmerzen und Schluckstörungen lassen oft nur schwer erkennen, dass es sich um diese Krankheit handelt.

Die Gefahr des Sodbrennens wird bis heute unterschätzt. Denn es handelt sich hier nicht nur um eine quälende Begleiterscheinung , sondern Reflux kann zu bleibenden Veränderungen am Übergang zwischen Magen und Speiseröhre bis hin zum Krebs führen.

Sodbrennen unbedingt zügig behandeln  ( OÖN )

Diagnose des Sodbrennens

Die Diagnose des Sodbrennens erfolgt nach strengsten Kriterien. Hierbei messen wir   im Zentrum für Reflux Erkrankungen der Universitätsklinik für Chirurgie in Salzburg mit modernsten hochtechnologischen Geräten den Verschlussmechanismus zwischen Speiseröhre und Magen mit der High-Resolution-Manometrie. Die Säurekonzentration im unteren Speiseröhrenbereich wird ebenfalls gemessen - mit Impedanz-PH-Metrie . Des Weiteren gehört zu der Abklärung eine Magenspiegelung (Gastroskopie) sowie eine Schluckaktröntgenaufnahme der Speiseröhre. Anhand dieser Ergebnisse wird für jeden einzelnen Patienten der  sogenannte Demester-Score errechnet. Daraus lasse ich den optimalen Behandlungsplan ausarbeiten.

Therapie des Sodbrennens

Abhängig vom Schweregrad stehen uns eine medikamentöse Therapie und die klassische minimal invasive Refluxoperation (Fundoplikatio) zur Verfügung. Neu ist die Reparatur des Verschlussmechanismus zwischen Speiseröhre und Magen durch den sog. Endoplikator. Hier erfolgt der Eingriff mit einem Endoskop durch den Mund, die Speiseröhre bis hin zur Öffnung in den Magen. Mit einem Baby Endoskop wird der Eingang von der Speiseröhre in den Magen durch entsprechende Nahtsetzungen enger gemacht, so daß der saure Speisebrei nicht mehr in die Speiseröhre zurückfließen kann. Da es keine Schnitte gibt, können Eingriffe mit dieser Methode ohne Narben, mit weniger Schmerzen, weniger Narkosemitteln und insgesamt geringerer Belastung für den Patienten durchgeführt werden. Mit dem Endoplikator haben wir schon sehr positive Ergebnisse erzielen können. Für mich ist diese Methode für bestimmte Krankheitsbilder die Therapie der Zukunft. 

Früherkennung/Vorsorge des Sodbrennens

Sollten die oben genannten Symptome bei Ihnen länger als 14 Tage bestehen, oder in regelmäßigen Abständen wiederkehren, muss auch bei den unspezifischen Symptomen an das Sodbrennen als Ursache gedacht werden. In diesem Fall sollten Sie sich unbedingt an uns wenden. Denn wenn ein Reflux nicht behandelt wird, können sich Geschwüre bilden. Daraus können mögliche Komplikationen folgen, wie z.B. der Barrett-Ösophagus, und sich somit die Krebsgefahr erhöhen.

Was hilft als Vorsorge gegen Sodbrennen? Gegen Sodbrennen hilft neben den klassischen Hausmitteln, das Unterlassen von üppigen späten Mahlzeiten. Kaffee, scharfe Speisen und Rotwein, sollten bei Neigung zum Sodbrennen möglichst vermieden werden. Da die individuelle Ernährung ein wichtiger Bestandteil in der Vermeidung des Reflux ist, muss jeder einzelne Erkrankte seine Ernährung genauestens beobachten und mit seiner Beschwerdesymptomatik in Verbindung bringen.