Vorstand der Abteilung für Allgemein-Viszeral- und Thoraxchirurgie
der Universitätsklinik Salzburg
Paracelsus Medizinische Privatuniversität

Ordination
nach telefonischer Vereinbarung
Müllner Hauptstr. 48, A-5020 Salzburg
k.emmanuel@salk.at
Tel. +43 57255 51001

Universitätsklinik für Chirurgie
Sekretariat: Frau M. Schühler
Müllner Hauptstr. 48, A-5020 Salzburg
k.emmanuel@salk.at
Tel. +43 57255 51001

Innovative HIPEC-Therapie

HIPEC ist eine absolut innovative Therapie zur Behandlung von Krebs in der Bauchhöhle. Diese wissenschaftlich fundierte und international erprobte Methode der Krebsbehandlung führt bei den Patienten zu einer deutlichen Verlängerung der Lebensdauer und einer erheblichen Steigerung der Lebensqualität. Nur hochspezialisierte Zentren für Tumorerkrankungen mit entsprechender fachlicher und struktureller Qualität und erfahrenen Chirurgen sind in der Lage diese neue Therapie durchzuführen. Die Universitätsklinik der Chirurgie in Salzburg ist eines der wenigen Krankenhäuser in Österreich, das diese Methode der Krebsbehandlung anwenden kann.

Was ist HIPEC ?

HIPEC bedeutet " hypertherme intraperitoneale Chemoperfusion". Eingesetzt wird dieses Verfahren, wenn es im Verlauf einer Tumorerkrankung zu einer Aussaat von Tochtergeschwülsten in der Bauchhöhle bzw. zu Bauchfellmetastasen gekommen ist (Peritonealkarzinose).Meist ist dieser Befall die Folge eines fortgeschrittenen Krebsleidens im Bauchraum und hat daher eine deutlich reduzierte Lebenserwartung zur Folge. Die HIPEC Methode ist eine Kombination eines chirurgischen Eingriffs und einer medikamentösen Behandlung. Hierbei wird direkt nach der operativen Entfernung der sichtbaren Tumormasse eine Chemotherapie vorgenommen, um die Metastasen in der Bauchhöhle zu behandeln. Die Zytostatika (Medikamente der Chemotherapie) werden über Schläuche in den Bauchraum geleitet, wo sie bis zu eineinhalb Stunden bei 42 Grad zirkulieren. Pumpensysteme steuern die Zirkulation und Erwärmung der Chemikalien. Das Verfahren ist besonders sicher, da es sich um ein geschlossenes System handelt, die Nebenwirkungen für den Patienten sind geringer als bei einer konservativen Chemotherapie.

Wie wirkt HIPEC ?

Die hypertherme Tumorbehandlung beruht darauf, dass Tumorzellen sehr empfindlich auf Hitze reagieren und somit wirkungsvoller zerstört werden. Zusätzlich können durch die direkte Verabreichung dem Patienten höhere Konzentra-tionen von Zytostatika zugeführt werden als bei der Gabe über die Vene. Dadurch verstärkt sich ebenfalls der Wirkungsgrad der Medikamente.

Welche Patienten können mit HIPEC behandelt werden ?

Da fast jede Tumorart Metastasen in die Bauchhöhle streuen kann, kommen viele verschiedene Krebsarten für die HIPEC Therapie in Frage. Vor allem jüngere Patienten haben bei dieser Methode deutlich bessere Chancen auf ein Überleben als bei der Behandlung mit konservativen Therapien. Dennoch muss Prof. Dr. Klaus Emmanuel durch sehr genaue Voruntersuchungen - manchmal sogar erst bei der OP selbst - entscheiden, ob HIPEC bei dem entsprechenden Patienten durchgeführt werden kann um erfolgreich sein zu können. Nicht jedes Krankheitsbild ist für diese Methode geeignet. 

Video zur HIPEC-Therapie