Vorstand der Abteilung für Allgemein-Viszeral- und Thoraxchirurgie
der Universitätsklinik Salzburg
Paracelsus Medizinische Privatuniversität

Ordination
nach telefonischer Vereinbarung
Müllner Hauptstr. 48, A-5020 Salzburg
k.emmanuel@salk.at
Tel. +43 57255 51001

Universitätsklinik für Chirurgie
Sekretariat: Frau M. Schühler
Müllner Hauptstr. 48, A-5020 Salzburg
k.emmanuel@salk.at
Tel. +43 57255 51001

Speiseröhrenkrebs

In der Speiseröhre (Ösophagus) unterscheiden wir drei verschiedene Krebsarten. Die häufigste ist das so genannte Plattenepithelkarzinom. Es kommt vor allem bei Menschen vor, die viel Alkohol und Zigaretten konsumieren. Die Anzahl der Erkrankungen an dieser Krebsart nahm in den letzten Jahren an Häufigkeit ab. Mehr Krankheitsfälle gibt es dagegen in letzter Zeit bei dem so genannten Adenokarzinom (AEG) des ösophagogastralen Übergangs. Es entsteht häufig durch Sodbrennen und befindet sich am Übergang von der Speiseröhre zum Magen. Seine Entsteh-ung hängt mit unseren Lebens-und Essgewohnheiten zusammen. Zusätzlich gibt es die gastrointestinalen Stromatumore der Speiseröhre (GIST). Diese wurden erst vor wenigen Jahren entdeckt. Speiseröhrentumore können sowohl gut- als auch bösartig sein. Es hängt von ihrer Größe und ihrer Aktivität sich zu vergrößern ab. Sind sie bösartig, so sind sie besonders gefährlich, da sie sich schnell im Körper verbreiten und Tochtergeschwülste bilden, sog. Metastasen. 

Symptome des Speiseröhrenkrebses

Neben den allgemeinen Symptomen für Tumorerkrankungen wie Gewichtsverlust, Fieber, Nachtschweiß, Appetitlosigkeit und Ekel vor Fleisch, haben Patienten mit Speiseröhrenkrebs Schmerzen beim Schlucken und das sog. Globusgefühl (Kloss im Hals).

Diagnose des Speiseröhrenkrebses

Wir diagnostizieren den Speiseröhrenkrebs im Zentrum für Speiseröhren Erkrankungen in der Universitätsklinik für Chirurgie in Salzburg  durch eine endoskopische Spiegelung (Gastroskopie) kombiniert mit einer Endosonographie, einem speziellen Ultraschall der Speiseröhrenwand, den wir während der Spiegelung von innen durchführen. Im Rahmen dieser Untersuchung können wir mit Hilfe einer Mikrozange eine Probe (Biopsie) entnehmen, die dann auf Gut- oder Bösartigkeit untersucht wird.

Zur Komplettierung der Untersuchung machen wir eine Computertomographie der Bauch- und Brusthöhle und wenn nötig eine PET (Positronen-Emissions-Tomo-graphie). Diese High Tech Methode liefert zusammen mit den anderen Diagnoseverfahren wertvolle Hinweise bei der Suche nach bösartigen Tumoren und ihren Absiedelungen. Spezielle Tumormarker im Blut dienen der Verlaufskontrolle und der Überwachung des Therapieerfolges. 

Therapie des Speiseröhrenkrebses

Wird Speiseröhrenkrebs diagnostiziert, ist für die Therapie die Ausdehnung des Tumors entscheidend. Liegen keine Metastasen in anderen Organen vor, so ist eine Operation die beste Lösung für den Patienten. Bei der Entfernung des Karzinoms wird auch die Speiseröhre teilweise oder auch komplett mit entfernt. Anschließend wird der ver-bliebene Teil der Speiseröhre direkt mit dem Magen ver-bunden, so dass der Patient wieder Nahrung aufnehmen kann. Ab einer bestimmten Ausdehnungsgröße des Tumors führen wir nach der Operation zusätzlich eine Chemotherapie oder Radiochemotherapie durch. Durch modernste Methoden der Operationstechnik kann auch nach Komplettentfernung der Speiseröhre für den Patienten eine sehr gute Lebensqualität erreicht werden. Grundsätzlich kann er wieder alle Speisen und Getränke zu sich nehmen, wenn sie in kleinere Portionen aufgeteilt sind. 

Vorsorge und Früherkennung des Speiseröhrenkrebses

Eine ausgewogene vitaminreiche, fett- und zuckerreduzierte Ernährung, ausreichende Bewegung, sowie das Maßhalten beim Konsum von Alkohol und Rauchen, dienen als beste vorbeugende Maßnahmen gegen Speiseröhrenkrebs. Wer zu Sodbrennen neigt, sollte spät am Abend keine schwerverdaulichen Mahlzeiten mehr zu sich nehmen. Bei anhaltenden Schluckbeschwerden oder wenn es bei ihnen eine familiäre Belastung bezüglich eines Speiseröhrenkrebses gibt, sollten Sie in jedem Fall einen Spezialisten zur Abklärung aufsuchen. Je früher ein Befund erstellt wird, desto größer sind die Chancen für den Heilungsprozess.